Red Bulls verloren
unglücklich drittes Finalspiel gegen Ljubljana
Beim dritten
Finalvergleich in der Salzburger Eisarena zwischen den Red Bulls und
Ljubljana starteten die Gastgeber so, wie es sich die Fans im heute
ausverkauften Haus vorstellten. Die Red Bulls legten
gleich
voll los und gingen etwa nach der Hälfte des ersten Drittels innerhalb
von zwei Minuten durch Tore von Marco Pewal und Donald MacLean mit 2:0
in Führung. Kurz darauf entlud sich die Spannung bei einer Rauferei
zwischen Josh Green und dem Slowenen Groznik, beide mussten mit 2+2+10
Minuten vom Eis. Doch gleich danach hätte es fast den dritten Salzburger
Treffer gegeben, das Tor zählte allerdings nicht wegen Torraumabseits.
Zwei Minuten vor der Pausensirene erzielten die Slowenen dann aber aus
einem Gestocher vor dem Tor von Reinhard Divis den Anschlusstreffer, es
hieß aufmerksam bleiben. Ljubljana agierte auch im zweiten Abschnitt bei
weitem nicht so defensiv wie beim ersten Auswärtsspiel in Salzburg und
drückte selbst auch immer wieder aufs Tor, wenn gleich das zweite
Drittel mehr einem Kampf als einem Spiel glich. Um jeden Zentimeter Eis
wurde hart und mit viel Körpereinsatz gefightet. In der 27. Minute dann
plötzlich der Ausgleich in Unterzahl; Goalie Reinhard Divis stand weit
vor dem Gehäuse, bekam die Scheibe nicht weg, und Routinier Intranuovo
nutzte das eiskalt zum z
weiten
Treffer für die Gäste. Die Red Bulls brauchten aber nicht lange, das zu
verdauen und gingen wieder zur Offensive über. In der 32. Minute wurde
der Salzburger Kapitän Dieter Kalt optimal bedient von Matthias Trattnig
und schoss aus kurzer Distanz zur neuerlichen Führung ein. Mit dem 3:2
für die Red Bulls ging es auch in die zweite Pause. Das Schlussdrittel
begann denkbar ungünstig für die Salzburger. Noch in der ersten
Spielminute traf Mitchell von der blauen Linie zum neuerlichen Ausgleich
und überraschte damit Reinhard Divis im Tor. Nun stand es wieder
ausgeglichen, und beide Teams schenkten sich wirklich nichts im Kampf um
den nächsten Treffer. Das
Spiel
konnte nun spannender nicht mehr sein, beide Teams kamen immer wieder zu
guten Szenen, wobei die Gäste v.a. im Powerplay extrem gefährlich waren.
Die Salzburger schlugen auch im letzten Drittel ein enorm hohes Tempo
an, doch im Abschluss fehlte jetzt das nötige Glück gegen einen wieder
starken Goalie Westlund im Tor von Ljubljana. So ging es in Salzburg
neuerlich in die Overtime, und noch ehe die Red Bulls so richtig in
Schwung kamen, trafen die Gäste quasi mit dem ersten Angriff nach 17
Sekunden zum entscheiden vierten Tor. Ljubljana gewinnt damit auch das
zweite Finalspiel in Salzburg nach der regulären Spielzeit und geht in
der Best-of-Five-Serie mit 2:1 in Führung. Die Red Bulls waren
verständlicherweise enttäuscht, das Spiel nach der anfänglichen
2:0-Führung noch aus der Hand zu geben, wollen dennoch in zwei Tagen in
Ljubljana wieder ausgleichen. Die Slowenen aber haben wieder einmal
gezeigt, dass sie mit ihrer Routine vieler Jahre jeden Fehler beinhart
bestrafen – diese Serie kann noch lang werden.
ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA – 3. Finalspiel
EC Red Bull Salzburg – HDD Olimpija Ljubljana 3:4 (2:1, 1:1, 0:1) n.V.
Tore: Pewal (9.), MacLean (11.), Kalt (32.) resp. Hocevar (19.),
Intranuovo (27./SH),
Mitchell (41.), Yarema (61.)