Red Bulls unterlagen Laibach im
ersten Finalspiel nach Penaltys
Mehr als zweieinhalb Monate ist es her, als sich die Red Bulls und
Olimpija Laibach vor dem heutigen ersten Finalspiel miteinander gemessen
haben. Damals, am 21. Dezember 2007, gewannen die Red Bulls in Laibach
4:3 in der Verlängerung. Seit dem konnten sich die heutigen Gegner also
nur aus der Ferne beobachten, und dennoch ging es sofort zur Sache.
Schon nach vier Sekunden drückte der Salzburger Josh Green das erste Mal
die
Strafbank.
Aber im weiteren Verlauf des im ersten Drittel recht ausgeglichenen
Spiels erwischte es aber auch die Slowenen noch einige Male, so dass die
Red Bulls etliche Überzahlspiele hatten. Eines davon nutzten sie auch in
der sechsten Minute, Craig Johnson traf aus kurzer Distanz und stellte
den 1:0-Pausenstand her. Den sicherte u.a. auch Reinhard Divis im Tor
der Red Bulls ab, der bei einigen Chancen der Slowenen stark reagierte.
Auch im zweiten Abschnitt war das Spiel relativ ausgeglichen, obwohl die
Salzburger mehr für das Spiel taten und die Slowenen mehr auf ihre
Konterchancen warteten. Insgesamt fanden die Red Bulls noch nicht zu der
Performance, die sie noch gegen Wien geboten hatten und liefen sich
immer wieder in der Defense der Slowenen fest. Die glichen in der 31.
Minute aus, und zwei Minuten vor dem Drittelende übernahmen sie nach
einem schön heraus gespielten Powerplaytreffer erstmals die Führung.
Auch die Salzburger spielten zuvor ein starkes Powerplay, allein der
Puck sollte nicht hinein gehen. Somit waren die Red Bulls vor dem
Schlussdrittel im Zugzwang und mussten sich steigern bzw. ein Mittel
gegen die Laibacher finden, die nun sehr gut standen. Und sie
reagierten. Die Red Bulls erhöhten das Tempo, machten mehr Druck und
spielten im letzten Abschnitt fast nur mehr im gegnerischen Drittel. Die
Slowenen agierten weiter passiv und verlagerten sich endgültig aufs
Verteidigen. Diese verstärkten Bemühungen, unterstützt von einem
frenetischen Publikum, wurden schließlich in der 49. Minute mit dem
verdienten Ausgleich durch Remi Royer
belohnt.
Auch danach drückten die Red Bulls weiter, suchten die Entscheidung in
der regulären Spielzeit. Trotz weiterer guter Möglichkeiten ging es aber
in die Verlängerung, und auch dort spielten fast nur die Salzburger. Die
Slowenen nahmen immer wieder das Tempo heraus und verließen sich auf das
abschließende Penalty-Schießen, das sie schließlich auch gewannen. Doch
erst der zehnte Penalty sollte die Entscheidung für Laibach bringen, bis
dahin spielte sich noch einmal ein wahrer Krimi mit wechselnder Führung
ab. Glück auf der einen, Pech auf der anderen Seite – die Slowenen
übernahmen damit die Führung in der Best-of-Seven-Finalserie. „Wir haben
heute phasenweise zwar schnell gespielt, sind aber irgendwie nie so
richtig in den Spielrhythmus gekommen. Aber wir haben Play-Off, da kann
viel passieren, und die nächste Partie wartet schon am nächsten Sonntag
auf uns. Diesmal in Laibach, und dort ist Laibach Favorit und muss sich
vor eigenem Publikum beweisen. Das wird uns Chancen eröffnen“, blickt
ein enttäuschter Daniel Welser dennoch schon wieder kampfeslustig nach
vorn.
ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA – 1.
Finalspiel
EC Red Bull Salzburg – HDD Olimpija Laibach 2:3 (1:0, 0:2, 1:0) n.P.
Tore: Johnson (6./PP), Royer (49.) resp. Intranuovo (31.), Yarema
(39./PP), Mitchell
(65./PS)