Ruhig und konzentriert gingen die Red Bulls ins vierte
Halbfinalspiel der österreichischen Eishockeymeisterschaft gegen die Vienna
Capitals, die heute ihre letzte Chance für den Verbleib in den Play-Offs
wahrnehmen wollten, und bauten geduldig ihr Spiel auf. Um dann in der
neunten Minuten das erste Mal zuzuschlagen. Thomas Koch traf aus kurzer
Distanz und brachte die Red Bulls in Führung. Die Salzburger, heute u.a.
mit dem 17-jährigen Bundesliga-Debütant Nikolai Tschofen, führten danach
weiter Regie und erhöhten schon fünf Minuten
später
auf die 2:0-Führung, Martin Mairitsch fixierte seinen fünften
Bundesligatreffer der laufenden Saison. Doch in der 18. Minute gaben die
Vienna Capitals ein starkes Lebenszeichen von sich und erzielten noch vor
der Pause den Anschlusstreffer, damit war die Partie wieder offen. Der
Knackpunkt dieses Spiels kam im zweiten Abschnitt in der 24. Minute, als die
Red Bulls zunächst ein 3:5-Unterzahlspiel erfolgreich bestritten und
schließlich mit vier Feldspielern, aber immer noch in Unterzahl, den dritten
Treffer fixierten. Josh Green traf ins leere Tor, nachdem der Wiener Goalie
zuvor den Puck nicht wegspielen konnte und mit Craig Johnson weit außerhalb
des Torraums kollidierte. Danach war der Bann gebrochen: die ausverkaufte
Eisarena tobte, die Red Bulls trafen. Nach 40 Minuten stand es bereits 7:1
für die Hausherren gegen die nun resignierten Wiener. Im Schlussdrittel war
die Partie eigentlich schon gelaufen, so dass das Tempo etwas herunter
gefahren wurde. Dennoch kamen die Salzburger noch zu etlichen guten
Möglichkeiten und einigen Stangenschüssen, so dass der Endstand von 7:1 für
die Red Bulls auch verdient und das Publikum in der Salzburger Eisarena
restlos begeistert war. Damit stehen die Red Bulls nach dem vierten
Halbfinalsieg gegen die Vienna Capitals also wieder im Finale der Erste Bank
Eishockey Liga und müssen jetzt „nur“ noch eine letzte Hürde nehmen auf dem
Weg zur Titelverteidigung. Der Salzburger Head Coach Pierre Pagé, der nach
einem schwierigen Grunddurchgang inklusive Platzierungsrunde und einem
schwer erkämpften Viertelfinalsieg gegen Villach nun sein Team sicher ins
Finale geführt hat, schaute ob des jüngsten Erfolges schon wieder nach vorn:
„Heute hatten wir alle Trümpfe in der Hand. Die Jungs waren konzentriert bei
der Sache und haben an sich geglaubt. Aber nun fängt es erst richtig an,
jetzt wird wirklich Eishockey gespielt! Morgen ist frei, und am Donnerstag
beginnt dann die Vorbereitung aufs Finale.“
ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA – 4. Halbfinalspiel EC Red Bull Salzburg – EV Vienna Capitals 7:1 (2:1, 5:0, 0:0) Tore: Koch (9.), Mairitsch (14.), Green (24./SH), Lynch (29./PP), Johnson (30.), Kalt (35./PP), MacLean (38./PP2) resp. M. Rodman (18./PP)